They shoot horses, don’t they?

600full-they-shoot-horses,-don't-they?-photo Also. Jetzt ist es so weit. Jetzt kann sie kommen, die Erschöpfung hinter der Ziellinie, die Melancholie nach der Geburt, das bodenlose schwarze Loch. Ich habe die letzte Überarbeitung abgegeben. Der Roman ist fertig. Dr. Mizrahi lebt!

Und ich?

Wer bin ich, wenn ich nicht schreibe? In welcher Welt lebe ich, wenn nicht in der meinen? Und mit wem, wenn nicht meinen Figuren?
Der Schreibprozess durchläuft – wie alles andere auch – verschiedene Phasen. Zuerst ist da nur dieses Kribbeln, eine Ahnung, dass da was kommt. Dann beginnt man zu schreiben, Figuren entstehen, bewegen sich, sprechen: Euphorie! Wie eine Frischverliebte kann man an nichts anderes mehr denken. Am liebsten würde man vierundzwanzig Stunden am Stück schreiben. Dieses nicht Wissen, wo es hinführt, diese Atemlosigkeit – hält nicht an. Irgendwann sieht man einen roten Faden, oder mehrere. Irgendwann kennt man seine Figuren so gut, dass man anfängt, sich über sie zu ärgern. Irgendwann weiss man, was als nächstes kommt. Immer mehr fühlt es sich an wie Arbeit. in dieser Phase passiert es oft, dass ich nachts aufwache, kerzengerade im Bett sitze und plötzlich weiss: Ich schreibe das falsche Buch! Zum Glück hab ich jetzt eine viel bessere Idee! Das ist natürlich nicht so. Diese Versuchung der brillianten Idee ist in Wirklichkeit ein kleiner Scherz des Schreibteufels. Ich wage nicht, mir vorzustellen, wieviele wunderschöne Geschichten seinetwegen in der Schublade enden. Denn die brilliante Idee ist eine Fatamorgana. gibt man ihr nach, findet man sich ein halbes Jahr später garantiert wieder an der selben Stelle, mitten in der Nacht, hellwach, mit einer neuen brilianten Idee. Doch ich kenne diesen Teufel, ich weiss, wie ich ihm begegne. Ich lege ein neues Dokument an, in dem ich die Idee kurz skizziere, nenne es “Brilliante Idee” und verspreche mir, es zu öffnen, wenn ich mit der Geschichte, die ich jetzt gerade schreibe, fertig bin. Meist wird diese dann auch gleich wieder spannender. Als hätte ich eine wichtige Hürde genommen, ohne sie wirklich zu sehen. Es folgt eine Phase der Zuversicht, eine trügerische Sicherheit. Jetzt weiss ich, was ich tue, ich weiss, wo es hinführt. Diese Sicherheit kracht kurz vor dem Ziel noch einmal ein, doch jetzt ist es zu spät. Die letzten dreissig Seiten schreibe ich wie in Trance. Gerade in dieser letzten, intensivsten Phase drängt die eine Realität die andere immer mehr an den Rand. Dann stolpere ich über die Zielliene, erschöpft, durstig, verwirrt.

Und dann? Und jetzt? Jetzt wäre sie da, diese Normalität, nach der ich mich gerade in der letzten Zeit so gesehnt habe. Die Freiheit, die ich am Horizont aufblitzen sah. Doch was fange ich nun mit ihr an?

Ich öffne das Dokument “Brilliante Idee”: Frau fährt mit Urne auf dem Rücksitz quer durch Amerika.

Naja, denke ich. Die Urne muss ja nicht sein. Aber die Frau…. muss ja keine Romanfigur sein. Diese Frau … könnte ich sein!

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13 Gedanken zu “They shoot horses, don’t they?

  1. Liebe Milena

    Du reisst die Geschichte einer Frau an, die quer durch Amerika fährt und darunter befindet sich das Bild von Thelma und Louise. Zwei Frauen, die nicht freiwillig auf ihrem Roadtrip gelandet sind, sondern, weil das Leben ihnen die Luft abgeschnürt hat, bis sie gar nicht mehr anders konnten. Die Zeit dieses Films war meine erste Heavy Metal Phase, mein zumindest äusserliches Ausbrechen aus einer weiblichen Normalität. Heute viele Jahre älter, bin ich noch lange nicht dort angekommen, wo sich mein Gefühl wohl fühlt. Und das Bild von Thelma und Louise macht irgendwie trist – gerade weil ich weiss, dass die zwei am Ende das ewige Leben dem irdischen vorgezogen haben. Mit welchem Gedanken hast Du das Bild gewählt?

    Liebe Grüsse Graziella

    • @ Graziella: Nicht weil ich mich eins-zu-eins mit einer der Filmfiguren identifiziere oder weil der Film eins-zu-eins die Geschichte erzählt, die mir vorschwebt, nein: wegen der Wirkkung, die dieser Film damals auf mich hatte. Wir kamen aus dem Kino und redeten lauter. Nahmen mehr Platz ein. Der Film weckte ein Gefühl von Freiheit und Unbeirrbarkeit, von Radikalität.

      • Liebe Milena

        ja, daran kann ich mich erinnern. An diese Tür, die der Film aufgestossen hat, an die Möglichkeit, sich nicht mehr zufrieden zu geben. Sorry, dass ich erst heute antworte, ich war im Urlaub. Drei Wochen haben Tommi und ich uns aus Mitteleuropa ausgeklinkt und nach Norden verabschiedet. Ich habe gerade den Text über Deinen Roadtrip überflogen – werde ihn bei Gelegenheit auf jeden Fall noch in Ruhe lesen. Aber ich wünsche Dir für diese Reise, all jene Momente, die zu gut sind, als dass man sie sich vorstellen könnte. Die Geschichten warten auf Dich – das kann ich fühlen;-))
        Ich habe aber auch noch eine kleine Frage: Hast Du noch ein Exemplar des Schlampenbuches, das Du für mich zur Seite legen könntest, so dass ich es nach Deiner Reise mal in Aarau bei Dir abholen könnte? Ich habe es mir aus der Bibliothek geholt und gemerkt, wie sehr ich es vermisse, ich hätte gerne eines für mich

        eine grosse Umarmung schickt Dir
        Graziella

        • @ Graziella: Ausklinken klingt gut! Das Schlampenbuch ist leider vergriffen, ich habe nur noch wenige Belegeexemplare der unterschiedlichen Ausgaben, die ich nicht hergebe ;-)) Ich bin aber sicher, du findest im Internet oder im Buchbrocki gelesene Exemplare. Und jetzt, wo die Putzfraueninsel neu aufgelegt wird, hoffe ich natürlich, dass die Mordgeschichten folgen! alles Liebe MIlena

  2. Ich bin auch fertig. Nämlich mit der Giesskannen-Geschichte. Sie heisst „Die Giesskanne im Garten der Nachbarin“, ist elf Seiten lang und 19 907 Zeichen schwer … und ja, es war eine Zangengeburt, aber jetzt sind wir sind beide wohlauf :-)
    Eigentlich wollte ich ja eine Liebesgeschichte schreiben. Eine Liebesgeschichte, die gut ausgeht. So etwas Ähnliches wie das Märchen vom „Froschkönig“, nur dass der „Frosch“ diesmal die Gestalt einer Giesskanne angenommen hätte. Ich kenne mich ein bisschen aus mit Tiefenpsychologie. Gemäss C.G. Jung ist der Märchenfrosch ein „Kind-Archetypus“, also eine Verheissung, ein Wegbereiter. Oder so ähnlich. Item. Nur, die Giesskanne wollte sich partout nicht in einen Prinzen verwandeln! Es gelang mir einfach nicht, mir eine solche Verwandlung vorzustellen, und was man sich nicht vorstellen kann, das kann man auch nicht aufschreiben, oder? Es gibt sie also immer noch, die alte Giesskanne, und, ehrlich gesagt, ich bin froh darüber! Ich mag sie nämlich sehr. Ein Mann taucht übrigens trotzdem auf. Es ist ein ganz gewöhnlicher Menschen-Mann. Oder nein, natürlich kein ganz gewöhnlicher: Es ist der Liebste und der Beste auf der ganzen Welt usw., wie es sich für eine richtig schöne Liebesgeschichte gehört.

    Und die Zangengeburt? Es war doch von einer Zangengeburt die Rede?! Dies alles klingt ja nun wirklich nicht nach besonders schwerem Leiden!
    Ja –
    Ich muss leider etwas ausholen. Aber weiterlesen ist schliesslich freiwillig … 😉
    Hgmhm. Also: Wie ihr wisst, schreibe ich noch nicht sehr lange literarische Texte. Und wie es sich für eine „junge“ Schriftstellerin gehört, handelt mein zweiter Roman vom Schreiben. Also von mir. Meine Romanheldin Rahel soll gleich selber erklären, weshalb sie nicht früher damit angefangen hat. (Frau Hiestand ist übrigens eine Journalistin, die bei Rahel zu Besuch ist, weil sich diese mit einem Text an einer Leser-Sommerserie der Aargauer Zeitung zum Thema „Heimat“ beteiligen will.)
    „Ich habe schon immer geschrieben, aber nie literarische Texte“, sagte Rahel. Sie suchte nach Worten, um Frau Hiestand zu erklären, was sie so lange vom Geschichtenschreiben abgehalten hatte. Nein, so konnte man es nicht sagen! Es war nicht so, dass sie etwas davon abgehalten hatte. Die Angst, zu viel Persönliches zu verraten, innere Nöte, von denen niemand etwas wusste, so dass ihre Nächsten – Fredi, die Eltern, ihr Bruder – unweigerlich brüskiert oder sogar verletzt gewesen wären, wäre sie plötzlich damit herausgerückt, hatten bewirkt, dass sie schon gar nicht auf die Idee gekommen war, etwas anderes zu schreiben als Zeitungsartikel und Leserbriefe oder irgendwelche private Abhandlungen über Themen, die nur sie selbst interessierten.
    Schliesslich gab sie es auf und erzählte der Journalistin von der Fortsetzungsgeschichte, die sie für den Adventskalender gebraucht hatte. „Deshalb meldete ich mich für einen Kurs an der Migros Klubschule Baden an, verstehen Sie? Kreatives Schreiben. Und dann wusste ich vom ersten Abend an, dass ich damit nicht mehr aufhören würde, so dass ich mich schon bald nach einer längeren Ausbildung umzusehen begann. In Zürich kann man zum Beispiel an der Schule für Erwachsenenbildung einen anderthalb Jahre dauernden Lehrgang absolvieren. Ich weiss nicht, ob Sie schon davon gehört haben -“
    Die Journalistin schüttelte den Kopf.
    „Den hätte ich gemacht, wenn ich nicht zufällig ein Inserat von Frau Liechti gesehen hätte. Sie hatte in einem Wochenendkurs, wo man lernen konnte, einen längeren Text zu schreiben, noch einen Platz frei.“

    Soweit Rahel. Um wieder auf meine eigene Ebene zurückzukehren: Ich habe bei Frau Liechti v/o Milena Moser sehr schnell sehr viel gelernt. Ich bin Lehrerin und weiss, dass der Erfolg des Lernprozesses von den verschiedenen Lernprinzipien begünstigt wird, wenn nicht sogar von ihnen abhängt.
    In Milenas Kursen macht man manchmal Schreibübungen. Manchmal geht man dazu in ihr Kabinett im Estrich der Schreibkraft und lässt sich – Prinzip der Anschaulichkeit – von den verschiedenen, dort eigens zu diesem Zweck angesammelten, Gegenständen inspirieren. Manchmal muss man auch hinaus an die frische Luft. Wohin, kann man selber bestimmen. Zum Beispiel auf den Kirchplatz, wenn das gerade wichtig ist für die Geschichte, an der man schreibt. Prinzip der Individualisierung.
    Aber meistens – so habe zumindest ich es erlebt – sitzt man einfach zusammen am grossen Tisch. Man bekommt Kaffee, wenn man will, und kann sich von den Pralinen nehmen, die immer bereitstehen. Man liest eine Textstelle vor, an der man gerade herumkaut und nicht weiterkommt, Milena hört genau zu, lässt zuerst die anderen Kursteilnehmer zu Wort kommen und gibt dann selbst den einen oder anderen Hinweis, woran es liegen könnte, dass man feststeckt. Meistens läuft es auf dasselbe hinaus: Das bist nicht du selbst. Geh in dich!
    Die ersten Male schluckt man leer, dann begreift man, dass zu diesem Zweck die Pralinen da sind, und von da an schluckt man nur noch Schokolade. Merci, Milena!
    Ah ja – die Zangengeburt …
    Milena und ich sind nicht nur grundverschiedene Persönlichkeiten, auch das „Milieu“, dem wir entstammen, könnte kaum unterschiedlicher sein. Dass wir uns unter diesen Umständen überhaupt verständigen können, ist demnach eine Art Wunder. Eines dieser Wunder, mit denen man im Leben ab und zu konfrontiert wird, nebst allem anderen.
    Natürlich gibt Milena auch Ratschläge. Das ist ihre Aufgabe, schliesslich ist sie Kursleiterin, da kann sie ja nicht gut einfach sagen: „Schaut selber!“
    Da ist zum Beispiel der, in der wunderbaren Kolumne vom gestrigen Sonntag erwähnte, Trick mit dem Extra-Dokument, wo man die Ideen zwischenlagern kann, die einem von der Geschichte weglocken wollen wie der Wolf das Rotkäppchen vom Weg auf die Blumenwiese, den ich natürlich als langjährige Schülerin von Milena längst kenne.
    Nur, was soll ich mit einer solchen Empfehlung anfangen, wo mir doch überhaupt nie solche „brillanten“ Zwischen-Ideen kommen? Ja, wo ich nicht einmal nachvollziehen kann, dass einem so etwas einfällt, wie das von dieser Frau, die mit einer Urne auf dem Rücksitz durch Amerika fährt?!
    Doch in irgendeiner Form müssen die Lernprinzipien, während wir da so kaffeetrinkend, schokoladeessend, erzählend und zuhörend um diesen Tisch sitzen, anwesend sein. Denn das Wesentliche an einem Lernprozess ist ja, dass er einem schliesslich zum „Transfer“ befähigt, also, dass man das, was man an einem Beispiel gelernt hat, abstrahieren und auf eine andere Situation übertragen kann. Dieser Transfer funktioniert bei mir, was Milenas Hinweise und Ratschläge betrifft, absolut zuverlässig! Ich muss nur ein paar Mal darüber schlafen, und schon erkenne ich, wo mein Wolf steckt, der mir den Fortgang einer Geschichte, so wie er in meinem Herzen steht, vermiesen will. Und dass es bei mir genau umgekehrt ist. Nämlich, dass ich ihm nachgeben muss, dem Wolf, und genau das, was er hören will, aufschreiben, weil er erst dann Ruhe gibt. Im Extra-Dokument zur Giesskannen-Geschichte sieht das dann etwa so aus:

    „Ich fühle mich wie ein gehäutetes Tier, das bei der Schlachtung aus Versehen am Leben gelassen wurde. Ein Haufen zuckendes, pulsierendes nacktes Muskelfleisch ohne Haut. Es zuckt und pulsiert aber nur in meinen Gedanken, auf dem inneren Bild nicht, dafür dampft es da im Morgenlicht wie die Kehrichtsäcke im Film „Ginger e Fred“ von Fellini.
    Ich weiss, dass die gesamte Oberfläche dieses Fleisches schmerzt wie eine Brandwunde. Das ist schlimmer als eine Schürfung. Die Stärke des Schmerzes, die meine Vorstellung zulässt, ist aber nur klein im Vergleich mit dem wirklichen Schmerz. Immerhin ist keine „Wand“ mehr da, die die Empfindung des Schmerzes in der Vorstellung ganz unmöglich macht.“

    Und so fort.

    Am 20. Januar dieses Jahres ist Jörg Steiner gestorben. In Biel, wo er beinahe sein ganzes Leben verbracht hat. In der WOZ vom 31. Januar ist von Ruth Schweikert ein Nachruf* auf ihn erschienen. Er ist im Internet abrufbar.

    Ich habe Jörg Steiner auch geliebt.

    „Die Schwierigkeit, über das Absolute zu sprechen, liegt darin, dass es nicht kollektiv erfahrbar ist. Was diesem Menschen zugestossen ist, ist keinem anderen zugestossen, und gerade deshalb muss er sich mit der Darstellung der Begebenheiten begnügen. Das Entsetzen treibt ihn durch die Schrecken der Hölle, das Entsetzen hat ihn sehend gemacht, – er aber beschreibt in allen Einzelheiten den Vorgang des Rasierens.“, schrieb er in seiner 1985 erschienen Erzählung „Das verbotene Zimmer“.

    „Das Entsetzen hat ihn sehend gemacht, – er aber beschreibt in allen Einzelheiten den Vorgang des Rasierens.“
    Solche Bescheidenheit beeindruckt mich.

    „Lieber Jörg, dein Herz, ton cœur, hat, was es auswendig wusste, mitgenommen. Was uns bleibt, ist vielleicht das: Als wir uns Wochen nach meinem vergeblichen Anklopfen an deiner Tür doch noch trafen, hast du mir erzählt, was dir ein Jugendfreund zum Tod deiner Frau Silvia geschrieben hatte: «Ich reiche dir die Hand», während so viele andere dir Kraft gewünscht hätten, bis du es nicht mehr hören konntest. Und so rufe ich dir nach: Was du nicht mehr vermagst, vermögen deine Bücher; sie reichen uns die Hand.“
    So endet Ruth Schweikerts Nachruf.

    Ich glaube, jetzt weiss ich es. Milena Moser reicht ihren Schülern die Hand! Man bezahlt sie zwar für ihre Kurse, aber das, was man in diesem ehemaligen Pralinenverpackungsraum wirklich bekommt, ist unbezahlbar: Jemandem die Hand reichen – das einzige Lernprinzip, das wirklich zählt.

    Darum bin ich froh, dass Dr. Mizrahi am Leben bleiben durfte. Dass er nicht tot in einer Urne, sondern quicklebendig auf dem Rücksitz ihres Autos mit ihr durch Amerika reisen wird. So, dass er sie ab und zu bei der Hand nehmen und sagen kann: „Obacht! Jetzt wird’s gefährlich!“

    Liebe Grüsse
    Regula

    *Beatrice von Matt hat auch einen Nachruf auf Jörg Steiner geschrieben, für die NZZ. Man kann ihn ebenfalls im Internet nachlesen. Es lohnt sich, finde ich.

      • @Milena: Gern geschehen! Obwohl: An „leicht“ habe ich gar nicht gedacht, vielmehr an „Licht“. Aber Isabel hat vermutlich Recht: Es spielt gar keine so grosse Rolle, ob man ein SMS, ein Protokoll oder eine Kurzgeschichte schreibt, man hat die Kontrolle über sich wohl nie wirklich, und was herauswill, findet immer einen Weg. Deshalb bin ich ja auch so froh, dass ich nun gemerkt habe, dass mir ein Gegentext wirklich hilft. Aber ich kann ja nicht für jedes SMS, das ich schreibe, noch einen Gegentext verfassen.

  3. liebe milena,
    welch schönes zusammentreffen – seit anfang jahr etwa hole ich das lesen dieses blogs nach. immer wieder mal zwischendurch und alles schön der reihe nach. einfach um mich bei deiner schreibe zurückzulehnen – für mich eine schöne art pause zu machen – und natürlich auch, weil mich das alles sehr interessiert. auch viele der kommentare habe ich gelesen, meine eigenen jedoch für mich behalten. es war ja eigentlich alles immer schon gesagt und wer bin ich denn, in dieser erlesenen gesellschaft meinen mund aufmachen zu wollen, noch dazu so im nachhinein.
    doch jetzt, wo ich beim nachlesen die gegenwart einhole und damit gerade mit dem feritgwerden des buches zusammentreffe, muss ich doch was sagen. nicht zuletzt, weil ich den eindruck erhalten habe, dass du dich über alle freust, die sich an deinem blog erfreuen, so unbedeutend sie auch sind.
    ich bin so frei und duze dich, dazu ermuntert mich deine entwaffnende art, über dich selbst zu schreiben. genau diese art ist es wohl auch, die dich für uns möchtegerns zu einer art vorbild machen.
    mit den offenen bekenntnissen zu deinen scheiter- und zweifelmomenten machst du uns mut, weil du darin immer wieder eine von uns bist. und wenn du eine von uns bist, wächst natürlich die hoffnung, wir könnten eine wie du sein. eine, die tolle bücher veröffentlicht, eine, die immer wieder neue verblüffende geschichten erfindet. eine, die es letzten endes doch irgendwie schafft, allen widrigen umständen zum trotz.
    merci für diese hoffnung und merci für alle geschichten!
    regula

  4. Danke Milena, Dein Beitrag hat mich gerade davon abgebracht, einer “brillianten” Idee zu folgen, statt weiter dran zu bleiben. Du bist der Wind unter meinen Flügeln. :-) Alles Liebe Karin

  5. Ich wünschte, ich könnte ein Buch schreiben… Danke für die Geschichte über die Entstehung eines Buches und neuer Ideen. Ich hatte auch schon Ideen. Und habe weiterhin Ideen. Das kann nie schaden. Weiterhin frohes Schreiben! Und danke für Ihren erfrischenden Schreibstil. Den mag ich einfach.
    Es gibt sie, die Geschichte mit der Familienmutter, die mit einer Hutschachtel mit dem Kopf ihres Mannes durch Amerika reist… Weiss nicht mehr, wie sie heisst. (Ein Film)… Egal. Einen schönen Sonntag noch! Gruss von Esther Wilson

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