Wer bin ich und wenn ja, warum?

TP_0034Cres70_bodyZwischen dem Nachtzug aus Nürnberg und dem Zenkurs in Aarau heute “nur” dies: Die Eröffnungsrede, die ich am Schweizer Literaturfestival in Nürnberg gehalten habe, eine persönliche Auseinandersetzung mit Fragen wie  “Was ist Schweizer Literatur?”, “Bin ich mehr Schweizer oder Schriftstellerin?” und “Was bedeutet das überhaupt?”

Grosser Bruder wir sehen dich/ Big Brother we’re watching you.

Kennen Sie den? Zwei Schweizer Schriftsteller betreten eine Bar und…. OK, nicht realistisch. Also, zwei Schweizer Schriftsteller treffen sich auf der Buchmesse oder an einem Literaturfestival. Und wie es unter Berufskollegen üblich ist, klopfen sie sich gegenseitig ab: „Wie läuft’s denn so“, fragen sie. „Mit deinem neuen Roman? Die Kritiken sind ja nicht so… Und bei dir?“

Mein Haus, mein Auto, mein Boot. Auch wir spielen dieses Spiel. Nur mit anderen Symbolen. Die entscheidende Frage für einen Schweizer Schriftteller ist nicht die nach den Verkaufszahlen. Wir Schweizer reden nicht gern über Geld. Die wichtigste Frage ist die Frage nach Deutschland. Wie läuft es in Deutschland? Kennt man dich in Deutschland? Machst du Lesungen in Deutschland?

Jeder Schweizer Schriftsteller wünscht sich einen deutschen Verlag, Rezensionen in deutschen Zeitschriften. Natürlich auch, weil es einfach sehr viel mehr Deutsche gibt als Deutschschweizer, potentielle Leser, Buchkäufer. Auch, aber nicht nur. Bei Weitem nicht nur.

 

Es geht tiefer. Es ist komplizierter.

 

„Sie sprechen aber ein schönes und leicht verständliches Schwyzertüütsch“, lobte mich der Taxifahrer auf dem Weg hierher. Dabei hatte ich mir solche Mühe gegeben, das zu sprechen, was wir „hochdeutsch“ nennen, „richtiges“ Deutsch. Auch jetzt: Ich gebe mir alle Mühe!

Aber ich kann es nicht. Das habe ich Herrn Meister zu verdanken, der mich von der ersten bis zur dritten Klasse unterrichtete. „Wir sind Schweizer und das soll man auch hören“, sagte er. Dabei war ich gar keine. Schweizerin. Ich bin nur in der Schweiz aufgewachsen. In einem kleinen Vorort, der damals noch ein Dorf war. Meine Mutter war Schweizerin, mein Vater jedoch Deutscher. Ich hatte einen deutschen Pass. In diesem Punkt war Herr Meister sehr sensibel.  Wenn es um Erhebungen und Statistiken ging, bat er mich immer vor die Tür, zusammen mit dem Sohn einer unverheirateten Mutter. Damit wir diese Schande nicht vor der Klasse aussprechen musste. Ich habe keinen Vater. Ich habe einen deutschen Vater.

 

“Nazischwein!” riefen die Kinder hinter mir her, wenn ich “Butter” sagte statt “Anke”. Das war immerhin Anfang der siebziger Jahre. Im Aufsatz wurde “kehren” – statt wischen – als Fehler angestrichen. Deutsch, Hochdeutsch, die erste Sprache, die ich hörte, die erste, die ich lernte. Meine Vatersprache. Sie wurde mir ausgetrieben. Mit dem Holzlineal auf die Finger. Heute kann ich sie nicht mehr akzentfrei sprechen und offensichtlich auch nicht schreiben. Heute streicht mir die Lektorin die Helvetismen an, die Herr Meister mir so mühselig beigebracht hat. Denn auch ein Schweizer Verlag will seine deutschen Leser nicht mit Ausdrücken wie Portemonnaie oder Trottoir verwirren. Ja, ich weiss: das ist französisch. Ich sagte ja, es ist kompliziert.

Unser Verhältnis wird gern mit dem zwischen zwei Brüdern verglichen. Der Grosse findet den Kleinen zwar süss, aber manchmal auch lästig. Doch meist nimmt er ihn gar nicht wahr. Das ist ja das Gemeine! Der Kleine versucht alles, um in das Blickfeld des Älteren zu geraten und rächt sich wieder hintenrum. Wir bestehen auf unserer kulturellen Einzigartigkeit und sind doch auf Ihre Anerkennung angewiesen.

 

Die Journalisten, die sich über die Deutschen auslassen, sind gleichzeitig stolz auf ihr akzentfreies Bühnendeutsch. Jeder Schweizer Kulturschaffende der auf sich hält, hat eine Zweitwohnung in Berlin. Manche Schweizer Schriftsteller sind gleich ganz ausgewandert, Thomas Hürlimann, Silvio Huonder, Linus Reichlin, Matthias Zschokke leben in Berlin und sind trotzdem Schweizer Schriftsteller. Sibylle Berg hingegen nicht – obwohl sie einen Schweizer Pass hat.  Tim Krohn, der auch einmal ein Deutscher war, schreibt Glarner Dialekt und hat begeisterte Leser bis in den höchsten Norden. Pedro Lenz, auf dessen Lesung Sie sich jetzt schon freuen dürfen, hat für seinen grossartigen Roman im Solothurner Dialekt den Schillerpreis bekommen. Und ja, da besteht durchaus ein Unterschied, ein wichtiger. Die Schweiz hat nicht nur vier Landessprachen, vier vollkommen unterschiedliche Mentalitäten, auch die einzelnen Regionen und Dialekte der deutschen Schweiz unterscheiden sich markant voneinander.

 

Als wir aus Amerika in den schönen Kanton Aargau zurückwanderten, bekam mein Sohn Stützunterricht in Deutsch. Er lernte unter anderem die vier Aaragauer Dialekte voneinander zu unterscheiden und merkte sich, jenseits welchen Flusses der Keks ein Guetsli ist und wo ein Chrömli. Der Kanton Aargau ist mit dem Zug 25 Minuten von Zürich entfernt und doch eine andere Welt, eine andere Sprache, eine andere Literatur.

 

Was ist also Schweizer Literatur? Was ist das Schweizerische an ihr.

 

Eine deutsche Kollegin hat mir einmal während eines Abendessens Punkt für Punkt auseinandergesetzt, wie ich endlich wirklich berühmt werden, internationale literarische Anerkennung und Preise gewinnen und erst noch viel Geld verdienen könne. Als Schweizerin. Explizit als Schweizer Schriftstellerin.

„Erstens“, sagte sie: „Folklore. Dein nächstes Buch spielt auf einem Berg. In einer Alphütte.

Zweitens: Nazis. Setz dich mit der unverarbeiteten Vergangenheit der Schweiz auseinander. Aktivdienst, Adolf am Berg und so.

Drittens: Sex. Folkloristisch. Am Besten mit Verdingbuben.

Buchpreis garantiert“, sagte sie.

 

Ich weiss nicht. Den Schweizer Buchpreis gibt es seit 2008. Im ersten Jahr ging er an Rolf Lappert, der damals in Irland lebte, wo auch sein Roman spielt. Dann folgten Ilma Rakusa und Melinda Nadj Abonji mit Büchern, die sich mit der Einwanderung auseinandersetzten. Catalin Dorian Florescus Roman bewegt sich zwischen Deutschland und Rumänien. Nur Peter von Matt, der letzte Preisträger, setzt sich in seinem Essayband mit der Schweiz auseinander – ihm wurde dafür vorgeworfen, dass er kein Schriftsteller sei, sondern ein Literaturkritiker.

Wie man es macht, ist es nicht recht, auch das ist irgendwie typisch für die Schweiz.

 

Jedenfalls wissen wir immer noch nicht, was das Schweizerische an der Schweizer Literatur ist. Jedenfalls ich weiss es nicht. Sowieso kann ich nur schreiben, was ich schreibe. Und das ist offenbar nicht schweizerisch. Oder wenigstens nicht schweizerisch genug. So hat mir jedenfalls ein Agent einmal erklärt, warum ich nicht auf englisch übersetzt werde: Weil ich nicht schweizerisch genug schreibe.

„Was heisst schweizerisch?“, fragte ich zurück.

Und er: „Ja, ich weiss nicht, Berge, Folklore, Nazis…“

Verdingbuben?

 

Ein Klischee über Schweizer Literatur hält sich hartnäckig. Unsere Bücher seien schwer wie Ziegelsteine, aber das stimmt eben nicht. Für mich das schönste Werk der Schweizer Literatur ist nur scheinbar ein Kinderbuch. „Mein Name ist Eugen“,  von Klaus Schädelin, einem Berner Pfarrer in den fünfziger Jahren geschrieben. Es ist eine Lausbubengeschichte, aber die beschriebenen Streiche sind harmlos und unspektakulär. Die Sprache hingegen ist von einer ungeheuren, anarchischen Leichtigkeit, Respektlosigkeit und gleichzeitig voller Liebe.

(Über Liebe sprechen wir eigentlich auch nicht gern, aber da ich lange in Kalifornien gelebt habe…)

Dieses Buch ist ein Stimmungsaufheller. Eine halbe Seite Eugen reisst jede seelische Nebelwand auf. Zum Beispiel dieses Gedicht des liebeskranken Wrigley  – bitte versuchen Sie es! Versuchen Sie, zuzuhören, ohne die Mundwinkel anzuheben!

„Wenn ich an deinem Fenster steh/ in mondenheller Nacht/ Wünscht ich, dass ich dich Holde seh/Drum geb ich stark Obacht.“

Was zu beweisen war!

Und wenn ich Ihnen jetzt noch sage, dass sich hinter dem Pseudonym Wrigley der junge Richard von Weizsäcker verbirgt, dann ist das so ein typischer kleiner Bruder Spruch, ätsch – aber vielleicht ist es auch wahr.

Ich bin in der Schweiz aufgewachsen, von diesem Land geprägt, von seiner frühen Ablehnung allerdings auch. Diese Gespaltenheit hat zur Folge, dass ich nicht in den Himmel kommen werde.

Jahrelang hatte ich im Religionsunterricht mit zusammengebissenen Zähnen zugehört, wie unser Pfarrer in jedem Gleichnis die Rolle des personifizierten Bösen mit einem Deutschen besetzte. Wahlweise als Nazi oder als Kommunist. Ich fühlte mich persönlich angegriffen: Immerhin wusste ich, was es heisst, als Nazi beschimpft zu werden. Kommunist hat mich allerdings (zu meinem Bedauern, damals) nie jemand genannt.

Und eines schönen Tages hatte ich genug. Ich sprang auf, baute mich vor dem Pfarrer auf und rief mit vor Erregung zitternder Stimme:
“Sie! Was meinen Sie eigentlich! Die Deutschen sind.. die Deutschen sind….”

Leider fiel mir dann in der Hitze des Augenblicks gar nicht so viel ein. Was wusste ich über die Deutschen? Mein Vater war unterdessen Schweizer geworden. Bei der Einbürgerung hatte er seine Dialektkenntnisse mit dem schönen Satz „Vreni, heb d’Schnurre!“ unter Beweis gestellt. Zwei Monate später hatte er uns verlassen und war nach Deutschland zurückgekehrt. Wo er dann wieder der Ausländer war. Oder wieder zuhause. Oder beides. Was wusste ich schon.

“Die Deutschen sind auch Menschen!” schrie ich. Und fügte, für mich absolut folgerichtig, hinzu: “Die Schweizer sind auch nicht besser!”

Der Pfarrer aber schloss, dass mir für eine Konfirmation die nötige Reife fehle und seither kreuze ich bei der Frage nach meiner Religion immer konfessionslos an. Mein Sohn, in Amerika aufgewachsen, meint, das bedeute, dass ich kein Geständnis abzulegen hätte. No confessions to make. Das passt mir recht gut. Doch falls mir deswegen tatsächlich der Zugang zum Paradies verwehrt werden sollte, bitte ich nach meinem Tod statt dessen um Aufnahme in die schöne Stadt Berlin. Für uns Schweizer Kulturschaffende ist das eh Hans was Heiri.

 

 

 

 

12 Gedanken zu “Wer bin ich und wenn ja, warum?

  1. Auf meinem S-Bahn Heimweg von Zürich HB via Wetzikon nach Hinwil las ich diesen Blog noch einmal und alle Kommentare dazu auch! Interessant, sehr sogar und ganz beim Thema “Schweizer Literatur”, es ging um Leibzig oder Berlin und umgekehrt. Warum ich das erwähne ? Weil ich weder ein Buch noch meinen eReader dabei hatte und mich nach Litaratur “dürstete”. Also surfte ich mit meinem Handy zu diesem Blog, las das Ganze noch einmal auf dem “Handteller”-gossen Bilschirm, und jetzt, wieder in Hinwil und ganz beglückt über meine mobile-Lektüre habe ich die Gelegenheit wahrgenommen, noch einmal einen Kommentar zu schreiben: alle haben Recht, wenn nicht, dann bloss keine Steine schmeissen!

  2. Also so geht’s: Die Deutschen sind auch nicht besser. Aber stimmt schon, Literatur ist Literatur ob da nun Helvetism drin sind oder Berlinerism, Herr Philipp Möller schrieb über eine neue Schulleiterin : «Sie drückt sich nicht nur sehr elegant aus, sondern spricht lupenreines Hochdeutsch. Wahrscheinlich kommt sie aus Hannover, Deutschlands einziger Stadt ohne Dialekt.»
    Ich kann mir gut vorstellen wie schwierig das ist, das Buchschreiben für einen Verlag. Besonders wenn darin viele Pünktli vorkommen und der Erstleser dann korrigierend Pünktchen sagt – oder sogar öffentlich und in hochdeutscher Sprache bekannt gibt «… sind ganz viele Strichelchen …». Und niemand ruft laut und vernehmlich «… nei, nei, da sind Pünktli im Buech und kei Strichli …». Warum eigentlich nicht ? Weshalb lassen wir uns immer alles korrigieren, lektorieren und verlegen von den Deutschen ? Weil die halt die Mehrheit der Deutschsprachigen darstellen !
    Wie geht’s weiter mit Vanessa etc.? Oder mit Poppy, nimmt sie immer noch Ritalin ? Kommt mir eben in den Sinn, im Buch «isch geh Schulhof» (von Philipp Möller) gibt es solche Geschichten wie im Buch «Montagsmenschen» (von Milena Moser) – so hab’ ich’s mir von der Seele geschrieben, meinen Ärger über die Deutschen, obwohl ich diese oft viel besser mag als meine sogenannten Landsleute.

  3. Habe diesen Beitrag mit viel Interesse gelesen.
    Mein Deutscher Verlag (Piper) hatte seine Lektorin vor allem darauf angesetzt, das Schweizerische aus meinen Büchern auszumerzen. Sie hatte viel zu tun :-)
    Bin gespannt auf Dein neues Buch.
    Blanca

  4. Ein wunderbarer Text, der sehr zum Nachdenken anregt. Mundart scheint entweder explizit gepflegt zu werden, beispielsweise in gedruckter Form oder, wenn Luzerner Tatorte mit sprachlichem ‘Lokalkolorit’ geimpft werden, sonst aber nimmt man sie als Hemmnis wahr. Das ist schade und ein Ärgernis, sollte doch das eine das andere nicht ausschliessen. Hochdeutsch und Mundart – Facetten von Mutter- und Vatersprache, gewissermassen. (Besser als Berlin aber gefällt mir Leipzig, geb ich zu!)

    • @Gregor: Leipzig?! Warum Leipzig?
      1988 wurde der Chor, in dem ich damals mitsang, zu einer Konzerttournee nach Polen eingeladen. Um dorthin zu gelangen, mussten wir ein Stück weit durch die DDR fahren. Da du Leipzig kennst, nehme ich an, du erinnerst dich auch an die durch dichte Hecken begrenzten Transit-Autobahnen, die aus Betonplatten zusammengesetzt waren, so dass man das Gefühl hatte, mitten im tiefsten Wald über Wellblech zu fahren. Einmal lichtete sich der „Wald“ und gab den Blick auf eine Ebene frei, an deren Horizont man die Silhouette eines riesigen Industriegebiets mit unzähligen Hochkaminen und Kühltürmen erkennen konnte. Die Luft war von rötlichbraunem Dunst erfüllt. Das sei Leipzig, wusste jemand. Der Anblick löste in mir eine Art andächtigen Respekt aus, und ich weiss noch, dass ich tiefes Mitleid empfand mit den Menschen, die dort leben mussten. Wenn ich seither das Wort „Leipzig“ lese oder höre, sehe ich dieses Bild vor mir, und ich stelle mir – auch jetzt noch, so viele Jahre nach der Wende – eine öde, graue, ostdeutsche Stadt unter einer Smogglocke vor.
      Warum also Leipzig? Gibt es etwas, das diese Stadt sehenswert bzw. sogar liebenswert macht? Und wenn ja, was? Etwa Bach?? Oder möglicherweise barocke Formen ganz allgemein? 😉

      • Lieber Gregor
        Entschuldige bitte meine dumme Schlussbemerkung. Wenn mir etwas sehr nahe geht, werde ich zynisch. Meistens merke ich es rechtzeitig. Dann kann ich mich zurückhalten, etwas zu sagen, einen Text zu veröffentlichen, einen Brief abzuschicken. Ich kann warten, bis ich so weit zu mir selbst vorgedrungen bin, dass ich noch einmal darüber nachdenken kann, bevor ich mich äussere. Manchmal bin ich zu schnell. Das tut mir Leid.
        Im Sommer 2010 verbrachte ich zwei Wochen in Berlin. Vom ersten Augenblick an fühlte ich mich in dieser Stadt zu Hause. Was mich mit ihr verbindet, weiss ich nicht. Verbundenheit ist nicht dasselbe wie Faszination. Ich war nicht fasziniert, bezaubert, entzückt. Ich ging nicht wie eine Verliebte durch diese Stadt, trunken von der Schönheit. Ich finde Berlin nicht „schön“. Paris finde ich schön, Zürich, die Insel Mainau. Ich habe auch nichts besonders Schönes erlebt in Berlin, im Gegenteil: Ich habe mir dieselben Sehenswürdigkeiten angeschaut wie jeder Tourist. Die Gedächtniskirche, die Mauergedenkstätte, die Grabplatten der bekennenden Christen in der Hedwigs-Kathedrale.
        Eine Stadt ist nicht nur eine Ansammlung von Häusern. Sie ist ein Gedächtnis dessen, was Menschen aufgebaut und verbrochen, erlebt und erlitten haben. Was sie einander zuleid oder zuliebe getan haben. Mir war, als würde das Gedächtnis des Ortes „Berlin“ mit meinem eigenen Gedächtnis korrespondieren. Wenn man das Wort „korrespondieren“ googelt, findet man im Duden folgende Synonyme: Aufeinander abgestimmt sein, sich decken, eins sein, entsprechen, gleich/identisch sein, gleichen, gleichkommen, in Beziehung stehen, konform gehen, übereinstimmen, zusammenfallen, zusammenpassen, in Einklang stehen.
        So war das.

        Ich kenne dich nicht, lieber Gregor. Unter den mir bekannten Menschen ist niemand dieses Namens. Vielleicht ist Leipzig so wichtig für dich, wie für mich Berlin. Deshalb ist es nicht angebracht, Witze darüber zu machen.
        Ich habe Glück gehabt. Milena hat meinen ersten Beitrag noch nicht aufgeschaltet. So wird meine unbedachte Äusserung zeitgleich mit meiner Entschuldigung erscheinen, und du musst nicht leiden. Für diesen glücklichen Zufall bin ich dankbar.
        Ganz liebe Grüsse
        Regula

          • Nein!! Also, so hab ich das natürlich nicht gemeint … aber, das weisst du ja.
            Ich hoffe, du bist wieder wohlauf! Auf jeden Fall bringe ich dir am Dienstag etwas Stärkendes mit :-)
            Bis dahin gute Tage wünscht dir
            Regula

          • Na ja, und da ich ja weiss, dass dich nichts so sehr stärkt wie das geschriebene Wort, will ich mich auch bemühen mit der Giesskannengeschichte mehr als fünf Zeilen weiterzukommen bis Dienstag. Wenn ich nur nicht so Widerstände hätte, einfach mal etwas zu ERFINDEN …

  5. was für ein genialer text!

    ich erlaube mir, ihn in meinem blog zu verlinken, da ich ähnliches (vor allem den ersten teil des artikels betreffend) schon oft mit meinen deutschen freundInnen diskutiert habe.

    danke!!!

    liebe grüsse, sofasophia

  6. Vielleicht ist es ja, dass wir einfach unsere Sprache mehr vertreten sollten. Wenn ich mich im Schweizerdeutschen ausdrücke, dann fällt es mir leicht, im Hochdeutschen fühle ich mich fremd, muss es gedanklich immer übersetzen. Sitzt eine Person im Raum, die sich mit Schweizerdeutsch schwertut, fühlen wir uns genötigt hochdeutsch zu sprechen – für uns ist das Hochdeutsche zu Schulbeginn eine Fremdsprache und bleibt immer eine erlernte Sprache. In welchem anderen Land passen sich alle Einheimischem sprachlich so an? In Amerika käme es niemandem in den Sinn, nicht englisch zu sprechen, und jeder spricht halt so gut englisch wie er kann. Kommt jemand nicht mit, so bleibt ihm nichts anderes übrig als einen Sprachkurs zu besuchen oder “learning by doing”. Ausserdem – wie sollen den die Zuzüger unsere Sprache lernen, wenn wir sie nicht sprechen im Umgang mit ihnen? Schweizerdeutsch für Fremdsprachige. Meine Fitnesstrainerin hat diese Ausbildung gemacht und spricht nun wunderbar Schweizerdeutsch mit etwas Akzent. Seither fühle ich mich ihr viel näher und die persönliche Begegnung läuft sprachlich auf gleichwertiger Ebene ab.

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